Letztes Jahr in Italien bin ich ja noch mit der Varadero gefahren, den Dr. Jekyll und Mr. Hyde beim Fahren. Ein toller Sporttourer, aber schon im leichten Gelände ein kippliger Koloss. Wer höchstens mal einen Waldweg fährt ist damit gut bedient. Auf der Straße beim Fahren, nicht beim Rangieren, top.
Kurzum, es musste etwas geländegängigeres her, was auch auf der Straße super fahrbar ist. Also ein Kompromiss für die Reise. Nachdem ich die Vorzüge vom DCT bei Musti gesehen hatte, wollte ich ebenso ein Motorrad mit DTC. Und dann stand sie da bei meinem Motorradhändler des Vertrauens, Gruber in Weiler: Crf 1000 Adventure Sports DCT (Atas) Bj. 2019, mit 19000km. Hat Remustopf und Jungbluth Sitzbank, Koffer etc.
Ist auch eine Wucht Brummel und man muss groß sein. Unter 1,90 muss man schon ein sehr, sehr guter Fahrer sein, zum Beispiel ein Enkel von Gaston Rahier. Spaß beiseite. Ich habe noch eine 2 cm Lenkerhöhung gemacht. Was sich hier in der Pyrenäen ausgezahlt hat. Wir müssen viel im Stehen fahren.
Die Stabilität auf der Straße und im Gelände ist hervorragend. Auch bei vollen Tank ist sie super ausbalanciert. Für den Fall des Falles habe ich noch einen Heed Bunker installiert, was mir ein gutes Gefühl gibt. Ansonsten ist das DTC im Schotter, in den Kehren und langsamer Fahrt super.
Den Sommellier sind wir mit unseren Crf’s locker hochgefahren. Da geht’s leichter hoch als alle denken. Für mich persönlich sind die Strecken auf dem Fels mit großen Steinen drauf, die übelsten. Immer, wenn’s die Steine weg haut bewegt sich das ganze Motorrad mit den Kurven ist das Ganze dann schon knackig.
Im Gelände stelle ich die Sitzbank runter, um notfalls mitfusseln zu können.
Der Motor erinnert mich im unteren Drehzahlbereich sogar an meine XT 600 3aj die schön in der Tiefgarage steht. Das hämmert schön und oben rausgeht die Post ab.
Das meist gesehene Motorrad auf den Schotterstrecken ist die T 700. Bin ich Probe gefahren, aber vom Sitzen und power auf der Straße kein Vergleich. Im Gelände braucht man nicht allzu viel power, sondern mehr Gefühl in der Gashand. Für Insider Einstellung 1.2.0 ABS aus und die G Taste gedrückt langt für ein gutes Gefühl. Richtig technisch schwieriges Gelände haben wir noch nicht abbekommen, mit dem Gewicht muss man dann auch extrem aufpassen. Wie gesagt, es ist ein Kompromiss, aber kein Vergleich zur Varadero.
Der Reifen Pirelli, STR Rally ist für mich.
der bisher beste Reifen auf trockenem Geläuf. Hammer Traktion auf der Straße und im Schotter. Was mir nicht gefällt, ist der Verschleiß. Mal sehen, ob er die Reise übersteht.
Ansonsten bisher keine Probleme. Mustis Feststellbremse haben wir mal nachgestellt, was noch auffüllt ist, das bei der Atas der Lüfter viel früher angeht als ein der normalen Crf. Soll am größeren Tank liegen, könnte aber auch was mit meinen großen
Seitentaschen zu tun haben.

Was besonders krass ist, dass in Deutschland wir immer froh sind, wenn Schotter kommt irgendwo im Wald und hier freuen wir uns, wenn Asphalt kommt😂

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